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Wind ist ein alt bewährter Energieträger

Ein Energieträger, der schon Antriebe für Maschinen
mit Energie versorgt hat, bevor es überhaupt eine flächendeckende
Energieversorgung gab, ist der Wind. Doch moderne Windkraftanlagen
nutzen den Wind heute weitaus effektiver als es noch die klassische
Windmühle tat und bringen es auf einen Wirkungsgrad von
50 Prozent.
Windmühlen und moderne Windkraftanlagen unterscheiden
sich vor allem in ihrem Wirkungsprinzip. Windmühlen arbeiten
nach dem so genannten Widerstandsprinzip und setzen sich als
Hindernisse dem Wind entgegen. Das Auftriebsprinzip, nach
dem moderne Windkraftanlagen arbeiten, kann dem Wind 60 Prozent
seiner Energie entziehen - die Windmühlen brachten es
auf gerade mal 15 Prozent. Windkraftanlagen unterscheiden
sich durch die Form der Rotoren, nach Zahl und Richtung der
Achsen.
Deutschland ist Spitzenreiter
Windkraftanlagen werden in Deutschland vor allem zur Stromerzeugung
genutzt. Deutschland ist übrigens Spitzenreiter, was
diese Form der Energiegewinnung angeht - in keinem anderen
Land stehen mehr Anlagen, die der Gewinnung von Energie durch
Wind dienen. Eine durchschnittliche Anlage mit einer Leistung
von 1,5 Megawatt vermeidet im Laufe von 20 Jahren die Verbrennung
von über 80.000 Tonnen Braunkohle. Das Bundesumweltministerium
rechnete schon für das Jahr 2000 mit der Erzeugung von
zehn Terawattstunden durch Windenergie. Mit einer solchen
Leistung können sechs Millionen Tonnen Kohlendioxyd eingespart
werden.
Zwei Drittel der bisher erbrachten Windleistungen entfällt
auf Deutschlands Küstenregionen, Windkraftanlagen arbeiten
am besten in Gebieten mit mittlerer Windgeschwindigkeit. Schleswig-Holstein
konnte im Jahr 2000 bereits 17 Prozent seines Strombedarfs
mit Windkraftanlagen decken. Vor allem ein weiterer Ausbau
von Anlagen mit Standorten im Meer könnte dazu beitragen,
dass 20 Prozent des gesamten deutschen Strombedarfs, also
etwa 80 Terawattstunden, durch Windenergie gedeckt würden.
Kritik vor allem aus ästhetischen Gründen
Für die Umwelt birgt die Nutzung von Windkraft kaum
Gefahren. Kritiker bemängeln, dass einheimische Vögel
durch die Rotoren gestört würden, doch die wesentlichen
Kritikpunkte setzen eher bei ästhetischen Gesichtspunkten
an. Zwar mögen Windkraftanlagen für den ein oder
anderen tatsächlich die Landschaft "verschandeln",
doch die vermiedene Verschmutzung durch die Verbrennung von
80.000 Tonnen Braunkohle sollte bei solchen Überlegungen
berücksichtigt werden.
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