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Die Sonne - Alternative Energiequelle für jedermann


Die Sonne ist die Energiequelle, die auch der private Häuslebauer für seine eigene Wärmeversorgung nutzen kann. Die Kollektoren werden immer günstiger und können sich schon nach zwei Jahren bezahlt machen.

Die Sonne gilt als klassische nachhaltige Energiequelle. Die Wärme des Sonnenlichts sammeln, das ist nur eine der Möglichkeiten, diese Quelle anzuzapfen. Kollektoren nutzen die Energie von Sonnenlicht zur Erwärmung eines Trägermediums. Dies können zum Beispiel schwarze Gummimatten sein, mit denen Wasserleitungen drapiert werden, um eine leichte Erwärmung des Wassers zu bezwecken. Aufwändigere Kollektoren enthalten einen Speicher, der die Energie sammeln kann und freigibt, wenn die Sonne nicht scheint.

Vielfältige Nutzung von Sonnenenergie

Auch Solarthermische Kraftwerke basieren auf solchen Kollektoren, die jedoch wesentlich effektiver arbeiten. So genannte Paraboloid- und Parabolrinnenkraftwerke sammeln das Sonnenlicht in parabolischen Spiegeln. Durch eine Erhitzung auf bis zu 400 Grad Celsius mithilfe eines Absorber-Rohrs wird Dampf erzeugt, der eine Kraftmaschine antreibt. Temperaturen bis zu 1000 Grad Celsius können von so genannten Solarturmkraftwerken erreicht werden, in denen das Sonnenlicht durch Spiegel auf der Spitze eines Turms konzentriert wird. In Aufwindkraftwerken wird nicht das Sonnenlicht direkt genutzt, sondern die von der Sonne erwärmte Luft treibt als Wind Turbinen an.

Die Photovoltaik basiert auf einem anderen Effekt. In Halbleiterschichten, die übereinander angeordnet sind, trennt das Licht positive und negative Ladungen. In Wechselstrom umgewandelt kann der auf diese Weise erzeugte Strom ins Stromnetz eingespeist werden. 1999 waren in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 65 Megawatt am Netz.

Solartechnik birgt noch riesiges Potenzial

Die Kosten für die Kollektoren sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Wer Sonnenlicht über Kollektoren auf seinem Dach sammeln möchte, muss etwa 920 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche investieren. Da die Kollektoren immer leistungsfähiger werden, macht sich heute eine solche Anlage energetisch schon in ein bis zwei Jahren bezahlt. Mit 650 Gigawattstunden Wärme wird zur Zeit etwa ein Promille des Gesamtbedarfs auf diese Weise gedeckt. Die Stromkosten der Solarthermischen Kraftwerke belaufen sich derzeit auf etwa 9 bis 11 Cent pro Kilowattstunde. Das Bundesumweltministerium glaubt jedoch, dass eine Ausschöpfung aller Kostensenkungspotentiale die Kosten auf fünf Cent sinken lassen wird.

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