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Biomasse und Biogas - Sinnvolle Resteverwertung

Die Verbrennung von Biomasse und Biogas ist weniger schädlich
als andere Verbrennungsprozesse. Und Ressourcen gibt es genügend.
Von weiteren Biogasanlagen würde vor allem die Landwirtschaft
profitieren.
Als Biomasse werden hölzerne Rest- und Abfallstoffe
sowie schnellwachsende Hölzer bezeichnet. Die Verbrennung
von Biomasse ist eine wichtige Alternative zur Energie- und
Wärmegewinnung, in Deutschland werden rund zwölf
Prozent des Gesamtenergieverbrauchs durch Biomasseverbrennungen
gedeckt. Bei der Stromerzeugung durch Biomasse wird die entstehende
Abwärme zum Verdampfen von Wasser genutzt und auf diese
Weise für den Antrieb von Dampfturbinen.
Positive Klima-Bilanz trotz Verbrennung
Die Verbrennungs-Anlagen arbeiten heute wesentlich schonender
für die Umwelt als früher, wobei natürlich
nach wie vor Kohlendioxyd bei der Verbrennung entsteht - wobei
die Pflanzen dieses zuvor auch aufgenommen haben. Weitaus
schädlichere Gase wie Methan und Lachgas werden bei der
Biomassenverbrennung weiter umgesetzt und gelangen "nur"
noch als Kohlenmonoxyd in die Atmosphäre.
Biogas entsteht beim Zerfall von organischen Abfällen
wie Gülle, Klärschlamm oder Speiseresten. In Biogasanlagen
produzieren Methanbakterien bei 30 bis 37 Grad aus diesen
Abfällen Biogas, das gereinigt wird und dann verbrannt.
Biogas kann aber auch für Brennstoffzellen verwendet
werden, die trotz hoher elektrischer Wirkungsgrade weitgehend
emissionsfrei arbeiten.
Nutzung von Biogas für Landwirtschaft interessant
Die Kosten für die Verbrennung von Biomasse und Biogas
können je nach Anlagengröße, dem verfeuerten
Material und zahlreichen anderen Faktoren zwischen 2 und 13
Cent pro Kilowattstunde liegen. Biomasse kann besonders kostengünstig
verbrannt werdend, wenn dies in schon bestehenden Kraftwerken
erfolgt. Der Teil der Biomasse, der aus nachwachsenden Rohstoffen
besteht, ist zur Zeit etwa doppelt so teuer wie die zu verbrennenden
Rest- und Abfallstoffe.
Der Nutzungsgrad von Biomasse zur Wärme- und Stromerzeugung
liegt derzeit bei etwa zehn Prozent. Die Nutzung von Biogas
hat noch ein riesiges Potenzial, vor allem in der Landwirtschaft.
Derzeit gibt es nur etwa 600 Anlagen, in denen Gülle
als organischer Abfall zur Energiegewinnung genutzt werden
kann. Experten schätzen mit einer möglichen Realisierung
von über 200.000 Anlagen.
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